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Welt- und Umweltverständnis der Religionen
Probleme und Lösungen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Umweltentwicklung
(Seminar vom 20. – 21. Mai 2006 an der Universität Braunschweig)

"Probleme und Risiken der Endlagerung radioaktiver Abfälle am Beispiel Schacht Konrad"
(Dr. Christa Garms-Babke)

Mein Thema heute ist die Endlagerung radioaktiver Abfälle. Ein Thema, das in Deutschland fachlich und politisch höchst kontrovers und an den Endlagerstandorten Gorleben und Schacht Konrad in Salzgitter auch emotional aufgeladen diskutiert wird. Dabei steht in der Regel die Frage nach dem "wo" im Vordergrund, nämlich "Wo sollen die Abfälle hin bzw. wo sollen sie nicht hin?" Die Frage nach dem "wie", nämlich "wie verwahren wir die atomaren Hinterlassenschaften?", diese Frage ist im Vergleich dazu bislang in der Öffentlichkeit nicht wahrnehmbar diskutiert worden. Es ist höchste Zeit, dieses zu ändern, denn in Amerika und im europäischen Ausland ist man längst vom Konzept der Wartungsfreiheit, wie es in Deutschland angewendet wird, abgegangen. Darum stelle ich heute mit der Frage nach dem "Wie verwahren wir die Abfälle" das bundesdeutsche Konzept der Endlagerung in den Mittelpunkt meiner Ausführungen und verbinde damit die Frage nach der Verantwortbarkeit dieses Konzeptes gegenüber künftigen Generationen.

In der kurzen Zeit, die mir zur Verfügung steht, kann ich das Thema hier nur kurz skizzieren. Ich will das in 3 Schritten tun.

Ich stelle Ihnen das bundesdeutsche Konzept der nicht-rückholbaren Endlagerung am Beispiel von Schacht Konrad und damit verbundene Probleme vor. Ich benenne dann die Alternative, die rückholbare Endlagerung und ihre Probleme und zeige abschließend allgemeinverbindliche ethische Kriterien zur Bewertung beider Konzeptionen auf.

Das bundesdeutsche Konzept der Atommüllendlagerung

In Deutschland wird das Konzept der nicht-rückholbaren Endlagerung verfolgt. Sie ist definiert als Endlagerung im tiefen Untergrund, nicht-rückholbar, wartungsfrei.

Ziel der Endlagerung ist die Isolierung der radioaktiven Schadstoffe von der Biosphäre für die Dauer ihres Gefährdungszeitraumes. Die Isolierung soll zum einen durch die technische Barriere erreicht werden (Resthohlraumverfüllungen, Abschlussbauwerke, Verfüllung der Einlagerungsstrecken und Zugangsstollen und der Schachtverschlüsse). Zum anderen durch die natürliche Barriere, das ist das Deckgebirge, das Konrad umgibt. Im sog. Langzeitsicherheitsnachweis muss für einen Zeitraum von 1 Million Jahren nachgewiesen werden, dass die Isolierung gelingt. (2)

Im Plan Schacht Konrad wird davon ausgegangen, dass sich nach Beendigung der Betriebsphase die Hohlräume des Schachtes mit Tiefengrundwässern auffüllen, die vom Salzgitter-Höhenzug in den Schacht gedrückt werden. Im Endlager werden die Atommüllbehälter korrodieren und die radioaktiven Schadstoffe werden dann in einem unterstellten langsamen Sickerprozess durch die Gesteinsschichten in die Biosphäre zurückgelangen. Austrittspunkt ist nach den Modellrechnungen frühestens in 300.000 Jahren der Ort Calberlah bei Gifhorn. Gefährdungen von Mensch und Mitwelt werden im Plan Schacht Konrad ausgeschlossen. (3)

Als Vorteile der nicht-rückholbaren Endlagerung werden geltend gemacht die Wartungsfreiheit, d.h. das Endlager bedarf keiner Überwachung, Wartung und ggf. Reparatur. Das verschlossene Endlager bietet Schutz vor Eingriffen Unbefugter. Es entstehen keine langfristigen Kosten. Künftige Generationen brauchen keine Sorge für den Müll zu tragen. Die heutige Generation als Nutznießerin der Atomenergie entsorgt auch den Abfall. (4)

Probleme nicht-rückholbarer Endlagerung

Es wird eine Vielzahl von Problemen nicht-rückholbarer Endlagerung in der Fachwelt diskutiert, von denen ich zwei wesentliche etwas ausführlicher beschreiben will. Es ist

1. das Problem der Unumkehrbarkeit bzw. Irreversibilität nicht-rückholbarer Endlagerung

Die nicht-rückholbare Endlagerung ist auf sich selbst bezogen und in ihren Folgen nicht mehr umkehrbar. So kann ein wartungsfreies Endlager im Unterschied zu einem Atomkraftwerk weder stillgelegt noch abgeschaltet werden. Bleibt im Schadensfall bei einem Atomkraftwerk grundsätzlich die Möglichkeit des Eingreifens, des „Abstellens“ der Schadensquelle, so ist das beim wartungsfreien Endlager ausgeschlossen. Diese Form der Endlagerung setzt Irrtums- und Fehlerfreiheit voraus.

Wenn sich aber angesichts der Mängel menschlicher Erkenntnis und der Begrenztheit der Methoden herausstellt, dass die Fernprognosen über die Wasserlaufzeiten und die Wasserwegsamkeiten falsch waren, wenn es durch Störzonen, durch Klüfte in der natürlichen Barriere oder aber auch durch die technische Barriere des Schachtverschlusses zu einem schnellen und vorzeitigen Austritt der belasteten Wässer in das oberflächennahe Grundwasser kommt, dann wären das Grundwasser und die Böden radioaktiv verseucht, die natürlichen Lebensgrundlagen flächendeckend zerstört und die Menschen in der Endlager-Region den Gefährdungen ausgeliefert. Die Möglichkeit, Entstehung, Verortung und Umfang eines Schadens zu klären und die Schadensursache abzustellen, ist aufgrund der Unzugänglichkeit der Lagerstätte nicht möglich. Die Schadensfolgen sind unüberschaubar und unbeherrschbar. Möglicherweise bereits kontaminiert, bleibt den Menschen – wenn überhaupt – allenfalls der Wegzug. (5)

Zusammengefasst: Die nicht-rückholbare Atommüllendlagerung ist grundlegend irreversibel. Künftige Generationen sind im Schadensfall den Folgen ausgeliefert, ihnen bleiben keine Handlungsoptionen, die Mitwelt wäre im weiten Umkreis zerstört.

Dass ein Schadensfall nicht hinreichend sicher ausgeschlossen werden kann, liegt u.a. darin begründet, und damit komme ich zum zweiten Problem, dass es

2. prinzipiell keine belastbaren Fernprognosen und damit keine Sicherheiten gibt.

Die Annahme im Plan Schacht Konrad, die vom Niedersächsischen Umweltministerium als Genehmigungsbehörde akzeptiert wurde, dass erst in ca. 300.000 Jahren radioaktive Schadstoffe in die Biosphäre eintreten und dass dann die Belastung für Menschen und Mitwelt unterhalb heute geltender Grenzwerte bleibt, ist eine ungeprüfte Behauptung, wissenschaftlich aber nicht haltbar. Diese Aussage basiert auf einem positivistischen Verständnis von zeitlos gültigen Naturgesetzen unter gleich bleibenden Randbedingungen, der Möglichkeit linearer Extrapolationen vergangener Zustände in die Zukunft und damit verbunden der Belastbarkeit von Fernprognosen.

Dieses überholte positivistische Verständnis wurde dem Langzeitsicherheitsnachweis für Schacht Konrad zugrunde gelegt. Es entspricht nicht mehr dem Stand der Wissenschaft. Es wurde abgelöst durch ein erkenntnis- und wissenschaftstheoretisches Paradigma, in dessen Mittelpunkt die Zeitabhängigkeit und Überholbarkeit wissenschaftlicher Annahmen und Theorien steht. Danach sind wissenschaftliche Annahmen immer nur vorläufig bewährte Annahmen. Sie müssen überprüfbar, falsifizierbar sein und damit neuer Erkenntnis weichen können. Belastbare Fernprognosen sind unmöglich. Es ist leicht zu erkennen, dass die Annahmen, die dem Langzeitsicherheitsnachweis Schacht Konrad zugrunde gelegt worden sind, angesichts der Wartungsfreiheit des Endlagers nicht mehr überprüft, nicht mehr falsifiziert und nicht mehr neuen Erkenntnissen Platz machen können. (6)

Zusammengefasst: Die erkenntnistheoretische Grundlegung des Konzepts der Nicht-Rückholbarkeit entspricht nicht dem atomrechtlich geforderten Stand der Wissenschaft. Belastbare Fernprognosen sind unmöglich.

Verstärkt werden die Probleme der grundlegenden Irreversibilität, der Unmöglichkeit belastbarer Prognosen, der Unbeherrschbarkeit der Folgen im Schadensfall und des Verlusts der Handlungsoptionen künftiger Generationen durch nicht hinreichende Verfahren und Methoden zum Nachweis der Langzeitsicherheit, z.B. im Hinblick auf die tatsächlichen Wasserwegsamkeiten und Laufzeiten der Tiefengrundwässer. Es stellt sich zudem das Problem der Unvereinbarkeit dieser Endlagerform mit dem Demokratieprinzip des Grundgesetzes. (7) Die Reihe ließe sich fortsetzen und sollte in der Arbeitsgruppe vertiefend betrachtet werden.

Die rückholbare Endlagerung radioaktiver Abfälle

Seit Anfang der 90er Jahre werden die Sicherheitsprobleme nicht-rückholbarer Endlagerung zunehmend diskutiert. So wies 1991 das World-Watch-Institut anhand von Beispielen darauf hin, dass das Vergraben in geologischen Schichten nicht gewährleisten kann, dass die radioaktiven Abfälle von der Biosphäre isoliert bleiben. (8) Viele EU-Länder und die USA haben daraus Konsequenzen gezogen und von der Konzeption der Nicht-Rückholbarkeit zugunsten der rückholbaren Endlagerung Abstand genommen. Anders in Deutschland. Die Konzeptionsfrage wurde bis heute nicht öffentlich diskutiert. Am Konzept der Nicht-Rückholbarkeit wird festgehalten, obwohl mit den Endlagern Morsleben und Asse, das Bundesumweltminister Gabriel als „Sicherheitsrisiko“ einstuft, das Scheitern des Konzepts im eigenen Land augenscheinlich ist. (9) Unkontrollierbare Laugeneinbrüche und Instabilität des Lagersystems und des Deckgebirges kennzeichnen diese beiden Endlager. (10)

Auf der Ebene der Europäischen Union wurde im Jahr 2000 eine Definition für Rückholbarkeit im tiefen Untergrund entwickelt. Danach ist ein Endlager so zu planen und zu errichten, dass nicht nur einzelne Abfallgebinde zurückgeholt werden können, sondern dass gegebenenfalls der gesamte Endlagerungsprozess rückgängig gemacht werden kann.(11) Auch hierzu können Einzelheiten in der Arbeitsgruppe vertieft werden. Insgesamt gesehen findet seit Mitte der 90er Jahre ein Umbruch von unumkehrbaren zu umkehrbaren Endlagerlösungen statt, mehrheitlich ethischen Prinzipien folgend, wie dem Prinzip der Nachhaltigkeit, der Generationenverantwortung, aber auch im Hinblick darauf, Akzeptanz für die Einrichtung von Endlagern zu gewinnen. So

Probleme rückholbarer Endlagerung

Als Probleme rückholbarer Endlagerung werden im wesentlich genannt

Diese Argumente gelten allerdings während der ca. 40-jährigen Betriebsphase auch für ein nicht-rückholbares Endlager. Bei der rückholbaren Endlagerung verlängert sich lediglich der Zeitrahmen. Des Weiteren werden diskutiert

Als Vorteile rückholbarer Endlagerung gelten

Das Entscheidungsdilemma

Die Darstellung beider Endlagerkonzepte macht deutlich, dass sowohl Vorteile als auch schwerwiegende Probleme mit beiden verbunden sind. Für beide Konzepte gibt es Gründe, sie zu bejahen, aber auch sie abzulehnen. Im Rahmen der Technikethik ist es möglich, mit dem Instrument der Technikfolgenbewertung unter Anwendung allgemeinverbindlicher Kriterien die gegenteiligen Konzepte zu bewerten. So besteht unter Ethikern aller Couleur (patho-, ökozentrische, holistische Ansätze) Übereinstimmung, dass im Rahmen der Folgenabschätzung und –bewertung dem prinzipiell begrenzten Erkenntnis- und Prognosevermögen Rechnung zu tragen ist und es wird die Konsequenz gezogen, dass Technologien und ihre Folgen fehlerfreundlich, überschau- und beherrschbar, reversibel und damit menschenfreundlich sein müssen. (16) Das schließe Maßnahmen aus, wie u.a. Walther Zimmerli betont, deren "absehbare Folgen … in dem Sinne irreversibel sind, dass sie 'Umkipp-' oder Zerstörungseffekte in der außermenschlichen Natur bewirken" und Handlungen, die das Recht zukünftiger Generationen auf Selbstbestimmung beseitigen. (17) Und Christoph Hubig führt gegenüber der "Maßlosigkeit jeglichen Erkenntnisanspruchs" das "Postulat der Selbstbegrenzung ins Feld". Er hebt hervor, dass Eingriffe in das Natursystem, die "nicht mehr im Bereich begrenzter Überschaubarkeit liegen" und solche, die "im Blick auf kurzfristige Gratifikation langfristig die Existenzbedingungen des Handelns und Überlebens gefährden" weder zu verantworten noch ökologisch und ökonomisch vernünftig sind. (18) Und Hans Jonas fordert angesichts der asymmetrischen Beziehung zwischen den herrschenden Gegenwartsinteressen und den hypothetischen Risiken in der Zukunft, dass in "Dingen einer gewissen Größenordnung – solchen mit apokalyptischem Potenzial – der Unheilsprognose größeres Gewicht als der Heilsprognose zu geben ist." (19)

Ich möchte Sie einladen, das Thema Endlagerung vertiefend in der Arbeitsgruppe zu behandeln und vor Ihrem spezifischen Glaubenshintergrund eine Positionierung in der Frage einer gegenüber künftigen Generationen verantwortbaren Endlagerkonzeption zu wagen.

 

Quellen:

(1) Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), Plan Endlager für radioaktive Abfälle, Kurzfassung Stand 9/86 in der Fassung 4/90 Schachtanlage Konrad in Salzgitter, Salzgitter 1990, S. 12, 54, 97 f., 104

(2) ebd., S. 99 ff.

(3) ebd., S. 14, 40, 55 und Abbildung 18: Hydrogeologisches Profil durch das Modellgebiet, S. 101

(4) Gruppe Ökologie, Vergleichende Bewertung von Entsorgungsoptionen für radioaktive Abfälle, Hannover 2001, S. 81 ff.; Mitglieder des Arbeitskreises Auswahlverfahren Endlagerstandorte, Empfehlung des AkEnd – Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte, ohne Ort Dezember 2002, S. 6f.

(5) Garms-Babke, Christa, Die Unvereinbarkeit nicht-rückholbarer Endlagerung radioaktiver Abfälle mit dem Grundgesetz, Am Beispiel von Schacht Konrad, Frankfurt a.M. 2002, S. 35 ff.

(6) ebd., S. 80 ff.

(7) ebd., S. 32 ff., S. 74 ff., S. 52 ff.

(8) Lenssen, Nicholas, Nuclear Waste: The Problem That Won't Go Away, Washington December 1991, S. 7/8

(9) Wolfenbütteler Zeitung vom 13.3.2006

(10) Bundesamt für Strahlenschutz, Endlager Morsleben, Das Endlager für radioaktive Abfälle vor der Stilllegung, Salzgitter 2001, S. 28 f., GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Remlingen, ohne Datum, S. 19, Aktion Atommüllfreie Asse, Wolfenbüttel, Dokumentation 2. Fachgespräch zur Situation im Atommüll-Endlager Asse II am 23.4.2005, Wolfenbüttel, Kirchencampus

(11) European Commission, nuclear science and technology, Concerted action on the retrievability of long-lived radioactive waste in deep underground repositories, Final report, EU 19145 EN, Luxembourg 2000

(12) Gruppe Ökologie, aaO., S. A – 1 ff.

(13) Garms-Babke, Christa, aaO., S. 30 f.

(14) Gruppe Ökologie, aaO., S. 69 ff.

(15) ebd., B – 4 ff.

(16) Garms-Babke, Christa, aaO., S. 102 ff.

(17) Zimmerli, Walther Ch., Einmischungen, Die sanfte Macht der Philosophie, Darmstadt 1993, S. 37, Spaemann, Robert, Technische Eingriffe in die Natur als Problem der politischen Ethik, in: Birnbacher, Dieter (Hg), Ökologie und Ethik, Stuttgart 1996, S. 199, Hubig, Christoph, Technik und Wissenschaftsethik, Ein Leitfaden, Berlin/Heidelberg 19952, S. 139 f.

(18) Hubig, Christoph, aaO., S. 157 f.

(19) Jonas, Hans, Das Prinzip Verantwortung, Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation, Frankfurt am Main 19887, S. 28, 68, 76

 

Ergebnis der Arbeitsgruppe "Probleme und Risiken der Endlagerung radioaktiver Abfälle"

Nach der christlichen und der islamischen Religion wird die Erde, und alles was darinnen ist, als Schöpfung interpretiert. Sie ist das Werk eines unverfügbaren und transzendenten Schöpfers und sie ist und bleibt sein Eigentum. Wir Menschen sind von unserem Schöpfer als treue Statthalter eingesetzt, um diese großartige Schöpfung zu bewahren.

Im Verständnis unserer Religionen leben wir innerhalb und nicht am Ende der Geschichte. Gemeinsam hoffen wir darauf, dass sich am Ende der Zeit der Schöpfergott letztgültig offenbaren wird, und dass die ganze Wahrheit der Welt von allen zweifelsfrei erkannt wird. In der Geschichte, in der wir leben, ist unsere Erkenntnis aber notwendigerweise Stückwerk. Wir leben im Glauben und nicht im Schauen der Wahrheit. Unser Erkenntnisvermögen über die zukünftige Entwicklung unseres eigenen Lebens und der Weltwirklichkeit ist begrenzt. Wir können weder sichere Prognosen abgeben über die Entwicklung der Menschheitsgeschichte noch über die der Naturgeschichte.

Auf die Endlagerung radioaktiver Abfälle bezogen heißt das:

Wir sind skeptisch gegenüber der optimistischen Versicherung, dass es möglich sei, die Langzeitsicherheit über mehrere Hunderttausende von Jahren zu garantieren, wie es bei der nicht-rückholbaren Endlagerung erforderlich ist.

Wir sind der Überzeugung, dass der warnenden Prognose der Vorrang gegenüber der optimistischen Prognose einzuräumen ist, weil der Eintritt eines Schadenfalls nicht hinreichend sicher auszuschließen ist und künftige Generationen den Gefährdungen ohne Handlungsoptionen ausgeliefert sein werden.

Deshalb fordern wir zur Bewahrung von Gottes Schöpfung

 

Den oben stehenden Text finden Sie auch als PDF-Dateien zum Herunterladen:

Welt- und Umweltverständnis der Religionen
Probleme und Lösungen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Umweltentwicklung
(Seminar vom 20. – 21. Mai 2006 an der Universität Braunschweig)
"Probleme und Risiken der Endlagerung radioaktiver Abfälle am Beispiel Schacht Konrad"

 

 


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