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Grüne kritisieren Fusion von Eon-Avacon und WEVG

Vorwurf: "Salzgitter trägt zur Monopolbildung bei"

Artikel in der Salzgitter Zeitung am 28. November 2007

SALZGITTER. Der Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen meldet sich zur Fusion des Stromgeschäfts von Eon-Avacon und WEVG (wir berichteten) zu Wort: "Grundsätzlich sprechen sich die Grünen gegen die Veräußerung von kommunalen Betrieben und Einrichtungen der Grundversorgung aus. Dazu gehören städtische Krankenhäuser, Unternehmen der Wasser-, Gas- und Stromversorgung, Abwasserbetriebe, Schulen und ähnliche Institutionen", heißt es in der Mitteilung.

Lukrative Angebote von Eon-Avacon sollen Stadt und Rat zur Aufgabe der Mehrheit an der WEVG bewegen. Für die Grünen stelle sich die Frage: Verhilft Salzgitter nicht durch diese Handlungsweise dem Stromriesen Eon zu einer noch weiteren, größeren und marktbeherrschenden Stellung? Unabhängigen Beratergremien der Bundesregierung sähen die vielen Beteiligungen der großen Vier an Stadtwerken und Weiterverteilern besonders kritisch. Sie bemängelten vor allem die Konzentration der Stromerzeugung und des Gasangebots auf wenige Konzerne und würfen ihnen wettbewerbswidrige Preisabsprachen vor, so die Grünen.

Die Partei kritisiert auch, dass Eon-Netz die Mehrkosten einer Erdverkabelung für die geplante Stromleitung von Wahle nach Mecklar den Stromkunden aufbürden wolle, wenn es gesetzlich ermöglicht werde. "Diese Dreistigkeit verschlägt einem den Atem vor der Tatsache, dass Eon seinen Gewinn von 2002 bis 2006 um 95 Prozent von 4,2 auf 8,2 Milliarden Euro steigern konnte. Im ersten Halbjahr 2007 sind es bereits 5,4 Milliarden Euro", schreiben die Grünen. Ab Januar 2008 würden die Strompreise bundesweit zwischen 7 und fast 10 Prozent steigen.

Abschließend heißt es: "An dieser immer stärkeren Monopolbildung wird Salzgitter, wenn es dem Deal mit WEVG/Eon-Avacon zustimmt, nicht unbeteiligt sein."

Artikel in der Salzgitter Zeitung, 18.11.2007

Quelle: Salzgitter Zeitung, 28. November 2007, Salzgitter Lokales, Seite 24


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