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Presseerklärung der Landtagskandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, Dr. Christa Garms-Babke, zu Projekten der Jugendhilfe der Stadt Salzgitter

"Pro Aktiv Center" und "Jugendwerkstatt JOB", das sind Projekte der Jugendhilfe der Stadt Salzgitter, die ein gemeinsames Ziel haben, nämlich junge Menschen unter 25 Jahren mit individuellen und sozialen Benachteiligungen in die Arbeitswelt zu integrieren. Diese jungen Erwachsenen finden in der Regel keinen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. Fehlender oder wenig guter Schulabschluss, defizitäre Sozialisationsprozesse, oft ein Migrationshintergrund, sind ursächlich für die Misserfolge auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Der Weg in die gesellschaftliche Ausgrenzung und Langzeitarbeitslosigkeit scheint vorgezeichnet. Diese Prozesse zu durchbrechen und Perspektiven aufzuzeigen, ist Ziel der Jugendhilfe. Ihr Ansatz: "Individuelle Unterstützung nach dem Prinzip der aktivierenden Hilfe zur Selbsthilfe".

Dieser Weg ist nicht einfach. Viele Jugendliche müssen "an die Hand genommen werden", so Christine Handzik, Sozialpädagogin im Projekt Pro-Aktiv-Center. Sie sind leicht überfordert und oft realitätsfern. So gehören Beziehungs- und Gesprächsangebote der Jugendhilfe ebenso zur Begleitung und Förderung der jungen Menschen wie Bewerbungstraining, Angebote im Rahmen der Jugendwerkstätten, oder auch – in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit – Vermittlungsversuche in den ersten Arbeitsmarkt.

Die Projekte der Jugendhilfe werden über Landesmittel, Fördertöpfe der Europäischen Union, über den Haushalt der Stadt und auch mit Mitteln der Agentur für Arbeit sowie der ARGE Salzgitter finanziert. Sie sind in der Regel auf ein Jahr begrenzt und werden – wie die Zeitverträge der Projekt-MitarbeiterInnen - nach Bedarfslage auf Antrag verlängert.

Die Jugendarbeitslosigkeit sei zwar erfreulicherweise zurzeit rückläufig. Das treffe aber auf die Klientel des "Pro-Akiv-Centers", so Christine Handzik, nicht zu. Und sie wünscht sich für die "ewigen Zweiten", wie sie es bedauernd ausdrückt, aber auch im Hinblick auf die Zukunftssicherung der engagierten ZeitmitarbeiterInnen, dass die Weiterführung der Projekte nicht erst kurz vor Ende des Bewilligungszeitraumes, sondern zeitlich früher genehmigt werde.

Die Mitglieder der AG Soziales und Umwelt von Bündnis 90/Die Grünen, Horst Christlieb, Christa Garms-Babke und Rosemarie Hinrichs, die derzeit eine Standortanalyse als Grundlage ihrer landespolitischen Aktivitäten vornehmen, waren übereinstimmend der Meinung, dass diese wichtige Arbeit der Kontinuität und damit der verbindlichen Absicherung bedürfe.


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E-Mail an Dr. Christa Garms-Babke