Von Karl-Ernst Hueske
WOLFENBÜTTEL. Eine Überraschung gab es gleich zu Beginn der Podiumsdiskussion zur Landtagswahl im Gewerkschaftshaus. Die beiden CDU-Landtagskandidaten hatten wegen der Teilnahme der Linkspartei ihre ursprüngliche Zusage zur Teilnahme zurückgezogen. In einem Fax an die DGB-Sekretärin Eva Olbrich begründete der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagskandidat Frank Oesterhelweg diese Absage wie folgt: "Eine Teilnahme ist mir nicht möglich, wenn Vertreter von NPD oder Linkspartei, unser Gemeinwesen bekämpfende Gruppierungen, dabei sind."
In der Podiumsdiskussion standen anschließend vier Themen im Mittelpunkt. Zunächst erklärten die anwesenden Parteien-Vertreter, dass sie versuchen würden, den Elternwunsch nach einer Gesamtschule umzusetzen.
Als Bedingungen wurden dabei genannt: Es darf kein bestehendes Gymnasium aufgelöst werden. Der Bedarf muss ermittelt werden. Dies wird am 16. Januar auch Thema im Kreisschulausschuss sein.
Beim Thema Atommüllager Asse II waren sich die Podiumsteilnehmer ebenfalls einig, dass sie zunächst noch den Optionsvergleich abwarten wollen, ehe sie sich festlegen. Die Grünen-Vertreter plädierten allerdings jetzt schon für das Zurückholen der Atommüllfässer. Bis auf FDP-Vertreter Björn Försterling sprachen sich anschließend alle Landtagskandidaten für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes aus. Einig war man sich zudem, dass die Hartz-IV-Sätze erhöht werden müssten.
Über die DGB-Forderungen zur Landtagswahl informieren DGB-Vertreter am Samstag, 19. Januar, 10 bis 13 Uhr, in der Fußgängerzone.

Quelle: Braunschweiger Zeitung, Wolfenbüttel, 15. Januar 2008, Wolfenbüttel Lokales, Seite 36